Solarthermie: Heißes Wasser aus Sonnenkraft

Aus der Kraft der Sonne entsteht Strom oder Wärme. Rein wissenschaftlich betrachtet handelt es sich lediglich um eine andere Energieform. Die Strahlkraft der Sonne ist sogar in hiesigen Breiten stark genug, um einen im Zentrum eines Parabolspiegels aufgestellten Topf mit Wasser zum Kochen zu bringen. Diese Kraft macht sich die Solarthermie mit Warmwasser-Kollektoren zunutze. Als Immobilienbesitzer entscheiden Sie zwischen drei Kollektortypen:

  • Flachkollektoren
  • Vakuumkollektoren
  • Parabolrinnenkollektoren

Flachkollektoren zählen zu den am häufigsten verbauten Kollektortypen in Deutschland. Die auftreffende Sonnenenergie trifft auf eine wärmeleitende Fläche, die mit wasserführenden Rohren durchzogen ist. Es entstehen Temperaturen von bis zu 80 °C. Um die Anlage im Winter vor Frost zu schützen, besteht die in das System eingeleitete Flüssigkeit aus einem Gemisch aus Wasser und Propylenglycol.

Vakuumkollektoren kompensieren den Wärmeverlust von Flachkollektoren beim Übergang zum Absorber durch zwei ineinander liegenden Glasröhren. Zwischen diesen befindet sich das Vakuum. Die erzielbaren Temperaturen steigen auf diese Weise bis zu 150 °C. Der höhere Wirkungsgrad macht sich auch in den Anschaffungskosten bemerkbar. Das wärmespeichernde Element ist entweder eine Mischung aus Wasser und Diethylenglycol oder es wird das Wasser für die Nutzung direkt in der Röhre erhitzt.

Parabolrinnenkollektoren sammeln und bündeln das Licht. Dadurch kann dieses System die Ausbeute an Energie verglichen mit allen anderen Kollektortypen deutlich steigern. Bis zu 500 °C kann das Speichermedium erreichen. Ab diesem Wirkungsgrad kommen Öle zum Einsatz, die mittels Wärmetauscher die aufgenommene Energie abgeben.

Einsatzbereiche für Wärmekollektoren

Je nach Dimension unterstützen Sie mit Wärmekollektoren die Bereitstellung von Warmwasser und betreiben die Heizung. Das trifft vor allem auf Neubauten zu, die nach den aktuellen Energiestandards errichtet wurden. In Altbauten kann es vorkommen, dass die Solarthermie nur als Unterstützung ausreicht. Doch schon dieser Einsatz spart Kosten für andere Brennstoffe. Wer jetzt an eine Sanierung denkt, kann prüfen, ob die Kombination aus Solarthermie plus Gas oder Pelletheizung seinen Vorstellungen von umweltgerechtem Heizen entgegenkommt, oder die Investition in eine höherwertige Anlage gerechtfertigt erscheint.

Welche Arten von Heizung kommen infrage

Zum Betrieb der Heizung mit einem Wärmekollektor eignen sich Flachheizkörper. Häufig fallen diese etwas größer als gewöhnlich aus. Um die niedrigeren Wassertemperaturen zu kompensieren, wächst die Oberfläche des Heizkörpers und erzeugt so dieselbe angenehme Raumtemperatur. Alternativ betreiben Sie mit der Energie aus den Wärmekollektoren und der Kraft der Sonne eine Fußbodenheizung. Angenehmer kann saubere Energie kaum sein!